© johnnypicture / Fotolia.com
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Badheizkörper

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Die Badheizung ist inzwischen mehr als nur ein Heizkörper. Sie ist heute Möbelstück, Raumgestalter, Designelement und Accessoire zugleich. Bei der Auswahl gilt es neben den technischen Faktoren zwischen Fußbodenheizung und Infrarotstrahler viele andere Gegebenheiten einzukalkulieren. Zu diesen zählen sowohl unter anderem die Größe des Bades und der Zuschnitt, die Lage innerhalb der Wohnung, als auch weitere Ansprüche wie Handtuchheizung und die Frage, ob es ein Außenfenster gibt oder nicht.

Fußbodenheizung und klassische Heizkörper

Der Anspruch heute lautet: Das Bad ist ein Wohlfühlort innerhalb der Wohnung mit hoher Aufenthaltsqualität. Wer nach der richtigen Badheizung sucht, informiert sich zunächst einmal über die verschiedenen, technischen Möglichkeiten. Fachleute unterscheiden sieben prinzipiell andere Konstruktionen. Sie alle besitzen Vor- und Nachteile, positiv formuliert: Für jede Anforderung gibt es exakt die richtige Badheizung.

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Die Fußbodenheizung zum Beispiel ist in der klassischen Warmwasser-Variante sehr energieeffizient. Vor allem dann, wenn sie noch mit klimaneutralen Energieträgern wie Erdwärme kombiniert wird. Ihr Nachteil jedoch ist die Trägheit: Im Bad beträgt die als angenehm empfundene Wärme zwischen 20° und 24° C. Sie muss aber keineswegs – wie in Wohnräumen – den ganzen Tag über auf diesem Niveau bleiben. In Kombination mit einem elektrisch betriebenen Heizkörper und einer Handtuchheizung bildet die klassische Fußbodenheizung jedoch gerade für großflächige Bäder eine hervorragende Lösung. Bei einer elektrisch betriebenen Fußbodenheizung ist der fachgerechte Fußbodenaufbau von entscheidender Bedeutung. Andernfalls laufen die Stromkosten aus dem Ruder, doch Fachleute empfehlen bei richtigem Einbau für kleine Bäder ausdrücklich die elektrische Fußbodenheizung.

Caleido Pavone single Badheizkörper 510x856 mmBadheizkörper und Heizlüfter?

Die klassische Badheizung ist unverändert der Wandheizkörper, angeschlossen an die Zentralheizung mit Warmwasser-Kreislauf. Damit kommt ein Gestaltungselement mit ins Bad. Es gibt diese Heizkörper in Designausführungen, mit formschönem Paneel oder in verchromter Variante, zum Beispiel von der Firma Caleido. Diese Badheizung als Teil der Zentralheizung besitzt jedoch einen Nachteil: Sie muss auch in den Sommermonaten laufen, wenn der Rest der Wohnung keine Wärme benötigt. Hier kommt dann die elektrische Variante vom Wandheizkörper ins Spiel: Für die Zusatzwärme im Winter und alleiniges Element im Sommer funktioniert sie unabhängig von der Zentralheizung. Die elektrische Ausführung ist auf Wunsch über einen Timer steuerbar und springt dann zum Beispiel eine Viertelstunde vor dem Klingeln des Weckers an.

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Diese Badheizung – gleichgültig ob mit Warmwasser oder elektrisch betrieben – leistet auch gute Dienste als Handtuchheizung. Mit Blick auf die Energieeffizienz empfiehlt sich dieser Heizkörper für kleine und mittlere Bäder. Fällt das Bad eher klein aus, rückt der Heizlüfter in den Blickpunkt. Elektrisch betrieben, einfach und schnell montiert an den üblichen Haushaltsanschluss von 230 Volt, heizt er den Raum rasch und punktuell auf. Allerdings kühlt sich das Bad ebenso schnell wieder ab, wenn der Heizlüfter nicht mehr läuft. Doch für kleine Räume ist er auch unter dem Aspekt der Energieeffizienz eine gute Lösung.

Heizstrahler und Infrarotlösung

Zehnder Design-Heizkörper Yucca elektrischFür den Heizstrahler gilt das gleiche wie für den Heizlüfter: Er ist die elektrische Heizung für kleine Bäder, wärmt schnell wie punktuell und lässt sich mit einem Timer verbinden. Die Zeiteinstellung sorgt dafür, dass der Raum schon vorgewärmt ist, wenn der Bad-Benutzer ihn betritt. Als Badheizung ist auch eine Lösung auf Infrarotbasis möglich, dem ein völlig anderes Wirkungsprinzip zu Grunde liegt. Die Infrarot-Heizung erwärmt nicht die Luft, sondern die Gegenstände im Bad. Von denen strahlt dann die Wärme ab und sorgt für die gewünschte Temperatur. Daher sind Montage und Ausrichtung bei dieser Technik besonders wichtig. Eine solche Badheizung darf nicht auf Fenster abstrahlen: Dann wirkt sie nicht. Mit einer Infrarotheizung kommen als Spiegel- oder Bildheizung auch gestalterische Elemente ins Spiel. Sie tragen entscheidend dazu bei, das Bad zu einem komfortablen Aufenthaltsort zu machen.

Zweckmäßig und gestaltend

Generell gilt der Satz: Große Badezimmer besitzen Heizkörper nach dem klassischen Wärmekreislauf-Prinzip. Stammt die dafür notwendige Energie zudem aus klimaneutralen und erneuerbaren Quellen, stimmt auch die ökologische Bilanz. Und das bedeutet meist wiederum Entlastung für Ihren Geldbeutel, weil die effizienteste Methode zum Einsatz kommt. Doch es gibt von dieser Regel Ausnahmen, zum Beispiel dann, wenn die Badheizung in einem vom Rest der Wohnung weiter entfernten Raum benötigt wird. Dann gibt es in den Rohren, die zum Heizkörper führen, Übertragungsverluste. Sie machen den Einsatz von elektrisch erzeugter Wärme unter Umständen günstiger.

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Welchen Einrichtungswert die Badheizung besitzt, zeigt sich unter anderem an der Handtuchheizung. Sie passt sich in Farbe, Form und Größe exakt der Herausforderung des Raums an. Röhren, Sprossen, Paneelen oder Streben, waagerecht übereinander angebracht, besitzen einen hohen Nutzwert und sind gleichzeitig ein Gestaltungselement. Es gibt die Handtuchheizung mit Rahmen oder nicht eingefassten Röhren, um zu trocknen oder vorzuwärmen. Der Flächenheizkörper oder eine Infrarotheizung lassen sich mit entsprechenden Halterungen zu einer Handtuchheizung erweitern.

Heizung und Spiegel

Die Spiegelheizung ist nicht nur eine gute Lösung für das kleine Bad, sie bietet über die Platzersparnis hinaus weitere Vorteile. Diese Form der Badheizung beruht auf der Infrarotstrahlung: Sie erwärmt nicht die Luft, sondern die Gegenstände im Raum, die ihre Energie dann an die Luft ausstrahlen. Das bedeutet, dass nach Dusche oder Wannenbad der Spiegel nicht mehr beschlägt. Außerdem trocknen Wandfliesen und Fußboden viel schneller wieder ab als bei einer anderen Heizkörper-Technik. Die Spiegelheizung auf der Grundlage der Infrarottechnik besitzt damit einen gesundheitlichen Aspekt. Bei Badezimmern ohne Außenfenster und unzureichender Lüftung besteht stets die Gefahr von Schimmelbildung. Die Infrarotheizung verhindert das und bildet in Verbindung mit dem Spiegel ein wunderbares Einrichtungselement. Die Ergänzung mit einer Handtuchheizung ist bei Bedarf jederzeit und problemlos möglich.

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Naturstein und „Sonne“

Wer bei der Badheizung Mut zu außergewöhnlichem Design besitzt, entscheidet sich vielleicht für eine Natursteinheizung. Diese Heizkörper erzeugen die Wärme ebenfalls über eine Infrarottechnik, installiert an der Rückseite des Steins. So kommt „Sonne“ ins Bad, denn genau nach dem Prinzip der Sonne arbeitet eine Infrarotheizung. Gegen Wärmeverluste zur Wand hin schützt bei dieser Badheizung eine gute Isolierung, für den Überhitzungsschutz sorgt ein Sicherheitstemperatur-Wächter. Er regelt den Heizkörper bei Gefahr automatisch zurück. Die Natursteinheizung sorgt für gleichmäßige Wärme und zaubert eine wunderbare Atmosphäre in den Raum. Es gibt sie als Kalkstein und Granit, als Marmor oder Speckstein. Die unterschiedlichen Farben und Formen sorgen für ein einzigartiges Baddesign.

Bildheizung und Motive

Novelini Sole Glasheizkörper SOLT4010 A5021Eine ganz ungewöhnliche Wahl für den Heizkörper fällt vielleicht auf die Bildheizung: Motiv- oder Glasheizung lauten andere Bezeichnungen dafür. Sie funktioniert ebenfalls auf Infrarotbasis. Das Bildmotiv entsteht dabei über ein Emaille-Verfahren auf der Rückseite des Schutzglases. Die Oberfläche ist kratz- und säurefest gestaltet: So bleibt das Bildmotiv stabil. Satiniertes Glas bildet dafür die bessere Wahl, weil es eine matte Oberfläche besitzt und so Spiegelungen vermeidet. Die Anbieter einer solchen Badheizung halten in der Regel eigene Bildvorschläge bereit, verarbeiten aber auch Ihre persönlichen Motive oder solche, die über Datenbanken erwerbbar sind. Novellini Sole Glasheizkörper SOLT4010 A0031Die Bildheizung bringt eine unverwechselbare Gestaltung ins Bad, sie findet sich übrigens in Küchen oder Wohnzimmern ebenfalls häufiger. Ein kleiner Raum zum Beispiel erfährt dadurch eine große Aufwertung. Als Ausbauelement steht die LED-Beleuchtung auf der Rückseite zur Verfügung. Auch ein Funkthermostat zur einfachen Handhabung und Einstellung ist lieferbar.

Heizkörper und Gestaltung

Wer Heizungen für ein großflächiges Bad sucht, benutzt sie auch als Gestaltungselement. Die Badheizung ragt dann zum Beispiel von der Wand in den Raum hinein oder ruht auf Ständerkonsolen mitten im Badezimmer. Welche Ausführungen perfekt passen ist natürlich immer eine Frage der persönlichen Vorlieben und muss außerdem von Fall zu Fall und Bad zu Bad einzeln entschieden werden. Der Badfachhandel online oder vor Ort unterstützt Sie sicher gerne dabei!