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© deepvalley / Fotolia.com
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Badezimmermöbel aus Holz

« So funktioniert stilvolle Optik im modernen Bad »

Holz im Badezimmer als No-Go? Immer noch meinen viele Menschen, das natürlichste Einrichtungsmaterial sei alles andere als geeignet für den feuchtesten Raum im Eigenheim. Doch sie täuschen sich: Tatsächlich gibt es zahlreiche Holzarten, die den Bedingungen im Bad absolut gewachsen sind und Letzteres sowohl in optischer Hinsicht als auch bezüglich Funktionalität erheblich aufwerten. Wir erläutern Ihnen die überzeugenden Vorteile, die Badezimmermöbel aus Holz mit sich bringen, und geben Ihnen praktische Tipps, die Ihnen helfen, Ihre Wohlfühloase dauerhaft in gutem, schimmelfreiem Zustand zu halten!

Den Gründen der Vorurteile auf der Spur

Dass nach wie vor die Ansicht vorherrscht, Holz habe im Badezimmer nichts verloren, da es über kurz oder lang nur Schaden anrichte, hat Gründe: „Schuld“ sind hauptsächlich die schlechten Erfahrungen, die vor allem unzureichend informierte Heimwerker in der Vergangenheit mit hölzernen Einrichtungsgegenständen machen mussten.

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Ursächlich für diese schlechten Erfahrungen waren in der Regel inadäquate Be- und Verarbeitungen der jeweiligen Hölzer – ein Fakt, der den meisten Menschen, die unmittelbar mit der Thematik in Berührung kamen, verborgen blieb, sodass sie Holz im Badezimmer zu einem Tabu erklärten. Inzwischen weiß man jedoch, dass die Vorurteile weitestgehend ungerechtfertigt sind, und kann dies auch logisch erklären.

In Wahrheit ist vieles ganz anders

neuesbad-serie-500-moebelkombination-fuer-gaeste-wc-inklusive-armatur-ebenholz-schwarzIm Grunde genommen braucht man sich nur einmal zu vergegenwärtigen, dass Holz auch zur Herstellung von Fenstern, Türen und Fassaden zum Einsatz kommt. All das sind Bereiche, in denen das Material deutlich größeren Einflüssen durch Feuchtigkeit ausgesetzt ist.

Des Weiteren handelt es sich um einen Irrtum, wenn behauptet wird, hölzerne Badezimmermöbel seien aufgrund des warmen Wasserdampfes fehl am Platze. Wäre dem wirklich so, dürfte man auch in der Küche keine Holzschränke und dergleichen aufstellen, denn beim Spülen oder Kochen entsteht ähnlich viel Wasserdampf wie beim Duschen oder Baden. Diese Beispiele verdeutlichen, dass Badezimmermöbel aus dem natürlichen Material nicht generell abzuschreiben sind – zumal sie eine Menge Vorteile aufweisen.

villeroy-boch-waschtischunterschrank-legato-wandhaengend-1000x380x500-eiche-graphitVon Vorurteilen zu Vorteilen

Die Beziehung zwischen Holz und Wasser ist harmonischer, als die meisten Menschen denken. So kann das Naturmaterial Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, was ein gesundes Raumklima begünstigt. Zudem wirkt es antibakteriell, wie unter anderem wissenschaftliche Untersuchungen der BBA (Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft) und des DIL (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik) nachweisen konnten. Die Testverantwortlichen fanden heraus, dass bestimmte Holzarten wie Kiefer, Eiche und Lärche schädliche Bakterien aufzunehmen und abzutöten vermögen.

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Eine weitere Erkenntnis der Arbeiten: Die antibakterielle Wirkung tritt an der Oberfläche ebenso auf wie im Inneren des Holzes.

Badezimmermöbel, die sich sehen lassen können

Natürlich sind es nicht allein – und vermutlich nicht einmal in erster Linie – die funktionalen Vorzüge, die Badezimmermöbel aus Holz mittlerweile so beliebt machen.

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Der ausschlaggebende Faktor ist natürlich die herausragende Optik des hölzernen Mobiliars im Bad. Dank des ursprünglichen Designs verleiht es der Räumlichkeit jenen gemütlichen Charme und jene warme Ausstrahlung, die man sich wünscht – auch in dem Zimmer, das lange Zeit als reine Nasszelle galt, inzwischen jedoch mit dem Anspruch verbunden ist, eine kleine Wellnessoase in den heimischen vier Wänden darzubieten. In diesem Zusammenhang stellen Badmöbel aus Holz ausgesprochen passende Elemente dar.

decor-walther-wo-hob-wood-hocker-ohne-ablage-edelstahl-poliert-buche-geoelt-hellWelche Holzarten weshalb geeignet sind

Nicht jede Holzart kommt mit den speziellen Bedingungen im Badezimmer zurecht.

Man sollte unbedingt sogenannte „ruhige Hölzer“ wählen, die resistenter gegen die im Bad üblichen Feuchteschwankungen sind sowie auch Feuchtigkeit an sich besser abwehren können.

Darüber hinaus dürfen die genutzten Hölzer keine Probleme mit Pflegemitteln oder Säuren haben.

Zu den ruhigen Holzarten, die alle notwendigen Merkmale aufweisen, zählen beispielsweise die finnische und kanadische Birke, die Erle, Eiche, Buche, Esche und Kirsche, die Fichte, Lärche, Ulme und Kiefer sowie Teak, Wenge und Walnuss.

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Rote Tropenhölzer wie Jatoba oder Merbau sollte man hingegen vermeiden.

Wie Sie die Schimmelgefahr bannen

Die Tatsache, dass warmer Wasserdampf im Bad gang und gäbe ist, stellt kein Hindernis für die Platzierung von Holzmöbeln in diesem Raum dar. Nichtsdestotrotz muss man bestimmte Vorkehrungen treffen, um die Schimmelgefahr zu bannen.

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Die wichtigste Maßnahme betrifft die Belüftung: Führen Sie Ihrem Bad nach jedem Duschen oder Baden ausreichend frische Luft zu. Im Idealfall besitzt man ein Fenster direkt in der Räumlichkeit. Ansonsten empfiehlt es sich, einen Ventilator zu installieren.

axa-one-contea-waschtischunterschrank-walnussVermeiden Sie zudem direkten Kontakt Ihrer hölzernen Badezimmermöbel mit Wasser, vor allem über einen längeren Zeitraum.

Nässe im Bereich des Mobiliars sollte also umgehend beseitigt (mit einem trockenen Lappen weggewischt) werden.

Demgegenüber sind kurzzeitig einwirkendes Spritzwasser und erhöhte Luftfeuchtigkeit kein Problem.

Hinweis: Neben diesen grundlegend bedeutsamen Schritten sollten Sie von vornherein darauf achten, nur qualitativ hochwertige Holzmöbel zu erwerben und im Badezimmer aufzustellen.

Empfehlenswerte Badezimmermöbel aus Holz

Renommierte Marken für erstklassige Badezimmermöbel aus Holz sind beispielsweise Sanipa 2Morrow und Cosmic B-Smart. Beide bieten verschiedenste Einrichtungsgegenstände für das Bad – vom eleganten Badezimmerschrank aus Eschen- oder Eichenholz bis hin zum praktischen Wandregal aus Ulmenholz.

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Zur Fertigung der Badmöbel verwenden Sanipa und Cosmic ausschließlich Hölzer, die den hohen Anforderungen, die der Feuchtraum stellt, gerecht werden. Insofern erfüllen die einzelnen Möbelstücke die funktional essenziellen Kriterien zu 100 Prozent. Darüber hinaus wissen die Repräsentanten aus den Designlinien von Sanipa 2Morrow und Cosmic B-Smart optisch zu begeistern – durch den stets ausgeprägten „natural touch„, der in Kombination mit modernen Elementen wie metallischen Schubladengriffen ein gelungenes Ganzes bildet.

Der Holzboden als stilvolle Ergänzung

Ergänzend zu den hölzernen Badezimmermöbeln ist sogar die Einbettung eines Holzbodens denkbar. Dieser schmeichelt den Füßen und rundet das einladende Erscheinungsbild des Bades perfekt ab, indem er die wohnlich-behagliche Atmosphäre unterstützt.

© robinimages / Fotolia.com
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Infrage für den Boden, der beispielsweise wunderbar in das rustikale Landhausbad passt, kommen dieselben Holzarten, aus denen auch die Badmöbel bestehen sollten – bewährt haben sich vor allem Teak, Kiefer und Lärche. Allgemein kann man sagen, dass Hölzer mit einer hohen Grundfeuchtigkeit zu bevorzugen sind, da sie weniger „neues“ Wasser aufnehmen und sich somit resistenter zeigen.

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Hinweis: Geölte und offenporige Oberflächen lassen sich leicht pflegen und renovieren.

Tipps zur Reinigung und Pflege

Die Reinigung von Holzmöbeln und -fußböden ist sehr einfach: Man braucht das jeweilige Objekt lediglich nebelfeucht abzuwischen sowie zwei- bis dreimal pro Jahr mit Hartwachsöl einzureiben. So verhindert man ein Aufquellen des Holzes durch das Wasser.

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Die hartgewachsten Oberflächen bescheren noch einen angenehmen Nebeneffekt: Wasser und Schmutz perlen an ihnen ab. Demnach haben unschöne Wasserflecken sowie Kalk- und sonstige Schmutzablagerungen keine Chance. Bei leichten Beschädigungen, etwa Kratzern, hilft es gemeinhin, diese mit Schleifpapier anzuschleifen und daraufhin nachzuölen.

keramag-renova-nr1-moebel-waschtisch-220660600-weiss-mit-keratectNatürliche Badmöbel für moderne Bäder

Die eingangs gestellte Frage „Holz im Badezimmer als No-Go?“ kann zum Abschluss dieses Ratgebers klar mit „Nein“ beantwortet werden. Zwar gibt es von der Auswahl des Holzes bis hin zur Pflege der Möbel und Böden einiges zu beachten, doch die Mühe lohnt sich in Anbetracht der großen Vorteile von warmen und charmanten Einrichtungsgegenständen im Badezimmer: Mit ihrer natürlichen Optik und den funktionalen Charakteristika, die ein gesundes Raumklima fördern, schaffen sie ein ganz besonderes Flair, das beinahe den Eindruck vermittelt, man befände sich in einem komfortabel eingerichteten Wohnraum!